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Wo Liebe sich bewahrt

Wenn Worte nur Worte bleiben,
der Schatten ohne Dunkel,
die Wiese ohne Halme,
die Wand festungslos,
Erinnerung ohne Wirklichkeit,
Schuld ohne Richterspruch,
Liebe ohne Maß –

Wohin dann, in welchen Äther,
vor welchem Gott?

Wie könnte ein Kuss noch leben,
ein Trost, wenn er den Tisch verlässt,
kein Morgen, niemals mehr Licht?

Nein, diese Leere ist nicht leben, nicht lieben.
Meine Gräser sind grün, in mir hallt
Hoffnung und Liebe.

Setz Dich an meinen Tisch,
er ist gedeckt mit samtenen Rosen,
gehen wir am Tor vorbei in die Weite.
Wo Liebe sich bewahrt kann man leben
und mit dem Tod im Ohr
das Licht herübersingen.

© Santos-Aman

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