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Wendepunkte

Menschen, seien sie Freunde, Gefährten,
Widersacher oder Herausforderer,
haben miteinander ihre Geschichte zu schreiben,
Kapitel für Kapitel, Seite für Seite,
nicht einer fällt dem Vergessen,
dem ausweichenden Drang anheim.

Freunde sind einander verbunden,
denn sie müssen ihren Fluss entrollen,
ob sie sich etwas lehren oder sich geleiten,
einander Engel oder Hüter, Bruder, Geliebter
oder Kampfgenosse, Anfechter, Prüfungen sind.
Am Ende zählt es sich beinahe gleich.

Lebenswichtig und elementar
aber ist zu erkennen das Thema,
der Kern und Grundstock,
das Eigentliche und Tiefste
hinter allem Schmuck.
Das Wissen darüber mag wohl
Freiheit verleihen.

Es spendet Gleichmut in der
Bedrängnis und großzügige Weite,
den Blick für die Weite, es tröstet,
wischt den eigenverträumten,
selbstverhangenen Schleier vom Aug‘,
macht es scharf, schneidend, echt.

Wir trafen uns an Wegbiegungen,
an Kreuzungen, gleichsam Wendepunkte,
als der Pfad aus dem Wald
auf die freie Lichtung führte,
das Panorama wechselte,
die Hügel zur Seite sich bogen
für die Existenzwerdung der
Weite und Gänze.

Und wenn sich inwendig fortführt,
was initiiert, beginnt, was sich kundgibt,
wird es alle Aufmerksamkeit fordern!
Aber mehr darüber zu sagen,
sprengte die geheimnisvollen,
notwendigen Grenzen.

Ach, keiner ist jemals umsonst gezogen.

© Santos-Aman

 

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