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Verborgene Gärten

Als ich mich atemlos
im Auge des Tornados bewegte,
mit jäher Macht der Vorhang riss,
zu rasch, dass ich folgen konnte,
zu neu und von eigenem Gesetz,
zeit- und raumlos, übermächtig
vor des Menschen Fassungskraft,
sah ich Sonne und Mond
sich lächelnd gegenüber steh’n.

Ein unbekannter Fährmann nahm mich hinweg,
fort, von geträumten Ufern und brachte mich
in jene verborgenen Gärten, die gemeinhin
dem menschlichen Geist verschlossen sind.

Seither bin ich nicht mehr der, der ich war,
ein anderer Klang hat Raum gefunden
und findet ewig mehr.

© Santos-Aman

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