Permalink

0

Trost und Leben

Wie viel Dichtes und schwere Stunden
sind versammelt gewesen
und haben mich angeschaut.

Nacht hing in der Luft,
webte sich über die Augen,
um die Lampen sich schattend,
Flecken an die großen Fenster gemalt,
dass kein Blick das Innere dahinter fand.

Und während wir gingen,
als ich dich ansah,
betrachtend mit dir sprach oder lauschte,
kam nur das Vertraute zu Wort,
so innig, nah und verschwiegen.

In langen Nächten suchte ich dich oft,
vielleicht um zu verstehen,
wieder und wieder zu durchfahren,
um alles Ausgeweinte, Erlittene,
Getroffene zu erfassen,
in die Arm zu schließen,
nicht unwissend,
sondern verstehend und getrunken,
damit Trost und Leben am Himmel aufgeht
den neuen Tag zu erschaffen.

Könnte ich dir doch Bruder sein!
So wie Alles, und gerade
das bitterlich Gefallene
zum Hellen und Gelösten dringt.

© Santos-Aman

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.