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Träumende erkennen einander

Kostbar bist Du mir geworden
wie ein lieber Gefährte, kostbar und teuer.
Die Stimme des Liedes wird reiner,
nicht unreiner zukünftig erklingen,
so wie Freunde sich nicht zu verlieren,
sondern immer nur zu finde vermögen.

Alles fülltest Du zur Wegzehrung in Dein Herz:
Zähigkeit, Wille und Einsamkeit,
Tapferkeit, Herzensbildung und Demut.

Wie viel aber mich in dieser Zeit gelehrt wurde,
entzieht sich meinen Worten, aller Beschreibung –
durch die Botschaft Deines Wesens
fand ich meiner Mitte Ahnung und meiner Grenzen Gehalt.
Unübersehbares bleibt jetzt und immer zu tun,
zu erwirken und zu wandeln,
zu stärken die Fähigkeit des Leidens,
Mut und Verstand, dem Frevel von
Hochmut und Missachtung zu entgehen
Und sich zu beugen,
wieder und wieder, ununterbrochen aber,
biegsam wie eine Gerte,
hochgewachsen gleich dem Bambusrohr.

Könnte Deine Hoffnung denn jetzt noch schwinden?
Ist Dir nicht, als hätten Deine Augen
ein bislang überschattetes Tal erblickt,
wo Fremdes, doch Tief-vertrautes blüht,
weil es sich zu Sonne reckt,
ein Teppich von Blüten, Farben und Duft?
Und in der Ferne der erste Gipfel,
dahinter sich Höhe um Höhe zieht,
wandernd der Mensch am Seil des Schicksals,
über ihm sein Stern und verhangen
hinein ewig sein Auge.

Du sei ewig umarmt, niemals anders,
denn zweifellos, Träumenden erkennen einander.

© Santos-Aman

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