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Stiller Wandel

Fürchte dich nicht,
der Tod redet sich leiser und leiser,
erhascht er keine Nahrung, kein Opfer,
das Helle triumphiert,
der Baum in Blüte steht, er siegt.

Ich bewahre den Trost, bis er dich findet,
ein wenig noch halte dich.

Wer liebt, besteht, stirbt nimmer.
Reif ist die Stunde, berstend das Eis
und in den Mauern brechen sich Risse.
Das Alte geht zum Niedergang,
bald, bald stürzen die Wände
wie in meinem Traum.

In den Ruinen
dann der Baum in Blüte steht,
er, der siegt, weil seine Wurzeln
weit in die Tiefe zur Tränke reichend,
den Lebenssaft zum Himmel treiben.

Bald erkennen wir uns
hinter dem Fernen,
dort küsse ich dich, leise, sanft,
dass die Last zur Feder gemahnt,
zum Eingetauchten wird,
Verständnis licht wie jener Wald.

© Santos-Aman

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