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Seelengleiche

Du fehlst mir, fehlst mir sehr,
ich wünschte, die Wege zu gehen mit dir;
ich weiß nicht, warum das so ist.

Fühle dich stark, ich bin es oft wenig
und weniges bleibt eindeutig übrig.
Du fehlst mir, und ich weiß nicht was wartet.

Als schmiede uns eine Weisung zusammen,
oder mich an dich und dir ergeht es ebenso.
Ziehe hinaus, erringe das
Eingebundene und Gefestigte.

Mich wird es ewig jagen vor die Tore,
und so im Unbetroffenen wandernd,
vermag ich dich zu finden.

Durch den dicht streifenden Nebel,
in dessen Luftlöcher der klare Atem schwingt,
neigt sich das Herz vor die Begierde,
sie zu überwinden, hoffend,
einst nach langem Weg
und endlosen Prüfungen.

Verzeih mir die Zeit die ich stahl,
die Finsternis die ich löste.

Eine seltsame Nacht, die Fahnen hängen tief,
die Wunden klaffen auf von Tausenden.
Getreu deines Wissens wirst du geh’n,
was wusste ich jemals, viel oder das Eine,
ich liebe dich nur, in Blindheit suchend;
Stimmen der Engel mich verwirren seit je,
Stimmen der Weinenden, der heillos gequälten.

Lach über mich, vielleicht wäre es gut zu lachen.
Die Straße ist weit, mir klingt dein Ersehntes,
und du strebst mit aller Kraft
jenem Verheißungsvollen zu.
Wie sehr achte ich deine Tapferkeit,
deinen Mut und deine Drangsal,
und erbebe zuletzt und eigentlich
in dieser Nähe.

© Santos-Aman 2002

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