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Nicht von dieser Welt

Woher kommst Du,
aus einer anderen Welt, anderswoher?
Eine Atmosphäre fließt, wogt und besitzt Dich;
es ist gleich, fortan spielt eine fremde,
eine dichtere, eine viel bittere Musik,
etwas dumpf und grollend, urstofflich tönend,
etwas das Dich ganz und gar nimmt,
ebenso wie mich.

Es wird nicht unser Leben sein,
doch hangend im Auge des Tornado,
als mit jäher Gewalt der Vorhang riss,
zu rasch, dass wir folgen konnten,
zu neu und von eigenem Gesetz,
aus den Quellen jagend
und darum zeit- und raumlos,
nicht mehr irdisch, übermächtig
vor des Menschen Fassungskraft.
Völlig und restlos
die Schlacken zu Asche verbrannt.

Es nahm uns ein unbekannter Fährmann,
vor dem geträumten Ufer
und brachte uns in jene verborgenen Gärten,
die gemeinhin dem menschlichen Auge
verschlossen sind.

Seither sind wir nicht mehr die,
die wir waren, ein anderer Klang
hat unendlich Raum gefunden
und wir finden noch ewig mehr.

© Santos-Aman 2004

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