Permalink

0

Dunkle Wege

Manchen Weg wählte ich
und schien es mir doch stets,
als gäbe es nur einen,
den scheinbar schwersten,
aber er war nicht schwer,
ganz sonderbar leicht und bitter
da innen unablässig.

Wenn ich das Leben verstünde,
dann verstündest Du mich,
ich weiß, wohin es wollte,
ich weiß es immer –
Und wie handelte ich?
Verzeih mir,
da ich nicht tapfer war,
nicht fand, was sich zeigte.

Hätte ich verstanden,
wärest Du nicht auf See
unter einem dunklen Himmel
und im Sturm,
wo kein Seil mehr da lag
es Dir zuzuwerfen, versunken.

Nicht allein wollte ich Dich lassen,
es geschah aber, es geschah
um meinetwillen
und ich war nicht da,
Dich zu halten.

© Santos-Aman

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.